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2019-06-16

Hormontherapie bei transgeschlechtliche Frauen

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Mein erster Gang war der Weg zum Hausarzt. Nicht dass dieser mir Hormone verschreiben sollte, nein ich habe ihm erstmal meine Geschichte erzählt. Gemeinsam mit dem Hausarzt habe ich dann Fachärzte herausgefiltert die mir weiterhelfen konnten. Der erste Weg war dann zu einem Psychiater ( man kann auch einen fachkundigen Psychologen aufsuchen ) welcher mit diesem Thema vertraut ist. Was macht ein solcher Psychiater oder Psychologe? Sofern er erfahren ist braucht jeder so ca drei bis fünf Sitzungen um sicherzustellen dass es sich hierbei um Transsexualität F64.0 handelt. Es muss sichergestellt werden, dass es sich um F 64.0 handelt, also um Transexualität oder nicht doch eine andere psychische Störung vorliegt. Denn nur mit dieser Diagnose Transexualität F 64.0 gesichert bekommt man die Indikation für eine Hormonbehandlung. Zudem sollte man geschickterweise direkt zu einem Arzt oder Psychologen gehen der auch Gerichtsgutachten schreiben kann. Wenn man später dann eine Namens- und Personenstandsänderung machen möchte verlangt das Gericht zwei unabhängige psychiatrische Gutachten.

Diese Gutachter werden von dem Gericht bestimmt, aber man kann sofern der eigene Psychiater oder Psychologe gerichtliche Gutachten schreibt das Gericht darum bitten den eigenen Psychiater/ Psychologe anzuerkennen. Das hat den Vorteil dass man nicht noch zweimal vor verschiedenen Gutachtern sitzt. Denn solche Gutachten sind in der Regel sehr strapaziös und zeitaufwändig, da diese Gutachter oftmals sehr weit vom eigenen Wohnort entfernt sind. Zudem ist es auch recht erniedrigend sich immer wieder vor fremden Menschen zu offenbaren.
Wie dem auch sei, wenn nun die Diagnose transsexuell gesichert ist erhält man eine Indikation zur Hormonbehandlung und kann damit einen Termin beim Endokrinologen machen. Beim Endokrinologen wird dann über die Blutwerte der Hormonstatus ermittelt und somit die hormonelle Behandlung. Es gibt verschiedene Möglichkeiten der hormonellen Behandlung, über ein Gel, Pflaster oder Tabletten und so weiter. Ich selber habe Tabletten und Gel ausprobiert und komme mit dem Gel am besten zurecht. Das kann aber bei jedem anders sein, weil die Aufnahme des Östrogens über die Haut ist bei jedem Menschen anders. Der Vorteil bei dem Gel ist dass die Leber nicht so stark belastet wird wie durch die Einnahme von Tabletten. Aber dies sollte man auf jeden Fall Mit dem behandelten Arzt besprechen.

Admin - 19:58:23 @ Transgender Frau | Kommentar hinzufügen

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