Tagesblick                        

Abgerechnet wird zum Schluss

Neuigkeiten

Keine Einträge vorhanden.



Mein Leben heute 


Mein Leben heute hat sich nach einem dramatischen Finale normalisiert. Mit den psychischen Folgen durch die Jahrzehnte lange Identität Spaltung  habe ich gelernt umzugehen. Allerdings beeinträchtigen diese meine körperlichen Leistungen. Es fällt mir schwer länger auf Ding e zu konzentrieren. Es ist zeitweise unmöglich und so dass ich nicht schreiben oder lesen kann. Deshalb verzeiht bitte meine Schreibfehler die auf meinem Blog auftauchen. Oftmals erkenne ich Schreibfehler nur viel später oder überhaupt nicht. Ich bin ganz froh dass es mittlerweile die Spracheingabe gibt und ich nicht meine Texte per Hand eintippen muss. Mich auch noch auskippen zu konzentrieren ist für mich extrem schwierig da meine Leistungsfähigkeit dabei sehr schnell abfällt. Das ist nur ein Beispiel aus den Folgen einer jahrzehntelangen psychischen Belastung. Deshalb sollten Betroffene mit einer Identitätsstörung ihr Problem nicht ständig vor sich herschieben wie ich es gemacht habe.

Natürlich habe ich das auch nicht gewollt vor mich hergeschoben sondern aus Scham, Angstgefühl usw mich niemanden anvertraut. Und an dieser Stelle kann ich schon einmal sagen, transsexualität ist nicht therapierbar. Menschen die diese Identitätsstörung in sich tragen werden diese ein Leben lang haben. Bei mir war dieses Gefühle ein Leben lang gleichbleibend aber mit zunehmenden Alter hatte ich immer weniger Kraft dagegen anzugehen. Das muss auch kein Mensch dagegen angehen, ganz im Gegenteil betroffenen kann heute sehr gut geholfen werden. Auch in Deutschland gibt es gute Operateure die betroffene Transsexuelle oder intersexuelle Menschen mit einer geschlechtsangleichenden OP das wieder zurückgeben was die Natur vermasselt hat. Transsexualität oder Intersexualität ist nicht schlimmes oder ansteckendes, es ist einfach eine Laune der Natur. Transsexualität oder Intersexualität ist man nicht einfach sondern man wird damit geboren. Heute liest man oft von einer zunehmenden Modeerscheinung. Das ist völliger Quatsch nach meinem Empfinden. Da werden Travestie, Dwt usw mit Transsexualität und Intersexualität vermischt. An dieser Stelle möchte ich ganz kurz den Begriff transsexualität und intersexualität erklären. Die Begrifflichkeiten haben nichts mit einer sexuellen Orientierung zu tun, anders als bei dem Begriff homosexualität, wobei es da tatsächlich um eine sexuelle Orientierung geht. Transsexualität ist eine schwere Identitätsstörung und Intersexualität ist im Volksmund bekannter als Zwitter. Bei intersexuellen Kindern, wobei dieses bei der Geburt festgestellt wurde, wurde meist schon sehr früh von den Eltern eine Entscheidung getroffen welchem Geschlecht ihr Kind zugewiesen wird und dies operativ auch durchgeführt. Oftmals mit fatalen Folgen für die Betroffenen, da sie nicht immer dem gefühlten Entspricht. Deshalb wartet man heute mit der OP bis die betroffene Person so alt ist um selbst entscheiden zu können. Transsexualität lässt sich nur nachweisen indem die Betroffenen sich öffnen und sich ihren Eltern, einen Arzt oder einer vertrauensvollen Person anvertrauen. Nur wenn man es rechtzeitig behandelt können die Spätfolgen die durch eine gespaltene Lebensweise herbeigeführt werden vermieden werden. An dieser Stelle auch noch mal gesagt: Ich bin kein Arzt oder Psychologe sondern schreibe nur über das was ich aus meiner eigenen Situation und Lebensweg erfahren habe und weiß.

Transsexuelle Menschen leiden extrem unter ihrer Identitätsstörung. Und noch einmal! Es ist nicht therapierbar und daher sollten diese Menschen nicht belächelt oder gar ausgelacht werden. Es kommt ja auch keiner mit einem normalen Verstand ausgestattet auf die Idee jemanden in einem Rollstuhl aus zu lachen was in der Regel auch nicht therapierbar ist. Gerade Transfrauen sind oftmals dem Gespött der Gesellschaft ausgeliefert. Oftmals haben diese Frauen durch die vorhergehend falsche Zuteilung des Geschlechts die männliche Pubertät durchlaufen und oftmals auch jahrzehntelang als Mann gelebt mit dem Bewusstsein zu wissen eigentlich eine Frau zu sein. Es kann sich jeder einzelne einfach nur mal vorstellen es wäre bei ihm so. Ich denke alleine dies löst ein Unwohlsein schon aus. Man kann sich wohl vorstellen was da bei den betroffenen Personen erst vor sich geht. Durch die Pubertät haben diese Transfrauen natürlich eine maskuline Stimme oder Bartwuchs und so weiter. Dies alles kann vermieden werden wenn schon vor der Pubertät ein Arzt mit hinzugezogen wird. Durch die richtige Behandlung durchläuft das Kind erst gar nicht die männliche Pubertät. Somit werden spätfolgen wie z.b. Kehlkopfoperation oder die schmerzhafte Nadelepilation zur Barthaar – Entfernung vermieden. Nein, Eltern tun meiner Meinung nach ihren Kindern nichts Gutes wenn sie zu lange warten und dabei hoffen das ist nur ein Spleen ihres Kindes ist. Oftmals lassen Eltern aus Schamgefühl ihre Kinder lieber leiden. Dies ist meiner Meinung nach sehr egoistisch, da es nur um das Wohl der Eltern geht und nicht mehr um das Wohl ihrer Kinder. Warten die Eltern zu lange und lassen ihre Kinder die Pubertät durchlaufen setzen sehe ihr Kind früher oder später zwangsläufig Schmerzen aus. Denn vieles kann vermieden werden wenn früh genug ein Arzt hinzugezogen wird. Es gibt auch Selbsthilfegruppen und Interessenverbänden wie z.b. die trans-ident e.v. oder die dgti. Viele hilfreiche Informationen kann man auf deren Webseiten entnehmen. Also einfach mal googeln.


Reaktionen 

 Also durchaus interessant ist das Verhalten der Leute wenn sie erfahren dass ich eine Transgender Frau bin. Bei Männern ist es oftmals so dass ich nette Komplimente gemacht bekomme und wenn sie dann ehr von mir erfahren dann ziehen die sich meist zurück. Dabei kann man immer erkennen wie einfach der Mensch gestreckt ist. Fand ihr mich eingangs noch eine tolle Frau sexy und begehrenswert, so ändert sich das mit einem Schlag wenn er hört dass ich eine Transgender Frau bin. Wahrscheinlich denken diese Männer dass ich auch so ein Ding wie sie zwischen den Beinen habe. Aber nein liebe Männer ich kann euch die Sorge nehmen, dass habe ich nicht. Und trotzdem ziehen sie sich zurück, aus Angst was der nächste denken könnte. Das ist für mich und für viele andere natürlich naives Denken und ich muss schon sagen, es gibt natürlich auch andere Männer.  Das sind dann für mich die richtigen Männer mit Verstand und allem was dazugehört was einen Mann ausmacht.

Aber die gleichen Reaktion findet man auch bei Frauen. Wobei ich allerdings sagen muss, dass dies seltener ist und Frauen weniger Berührungsängste haben. Dies liegt wohl auch daran, dass Frauen nicht dieses Machogehabe haben. Allerdings gibt es auch einige Frauen die eine gewisse Stutenbissigkeit an den Tag legen oder auch wie beim Mann die Vorstellungskraft so eng abgesteckt ist dass sie sich wie ein kleines verängstigtes Kind lieber zurückziehen. Mittlerweile amüsieren mich diese Reaktionen mehr als dass sie mich ärgern. Aber es kommt nicht oft vor, da die meisten eine ausgeprägte Empathie haben und einen gesunden Menschenverstand.

Das sieht auf den sozialen Netzwerken etwas anders aus. Dort werden viel schneller mal verbale Attacken geführt, weil man sich ein Stück weit anonym sieht und ein feiger Shitstorm ja viel einfacher ist als eine Diskussion von Angesicht zu Angesicht. Wie dem auch sei kann ich heute sagen, dass ich sozial sehr gut, man kann schon sagen optimal, integriert bin. Nach einem holprigen anfänglichen Weg, kann ich heute sagen, dass ich in meinen Kreisen wo ich mich bewege, gleichermaßen behandelt und akzeptiert werde wie jeder andere Frau auch. Auch wenn ich eine Transgender Frau bin, bin ich nichts anderes als jede andere Frau. Ich denke und fühle so wie eine Frau! Wenn ich nackt bin sehe ich aus wie jede andere Frau! Meine Haut ist weich wie bei jeder anderen Frau! Es gibt nichts anderes zu sehen und zu fühlen bei mir wie bei jeder anderen Frau. Alles andere ist nur ein Konstrukt in den Köpfen mancher Personen der Gesellschaft denen sie selbst gefangen sind. Es gibt ja auch eine alte Weisheit die sagt: „was der Bauer nicht kennt frisst er nicht“! Und es ist gut dass es nicht nur Bauern gibt, sondern Menschen die sich in ihrer Evolution weiterentwickelt haben. Heutzutage ist noch die Transgenderfrau etwas besonderes, eventuell sogar skurriles. Ich bin sicher irgendwann ist es etwas ganz Normales. Es glaubt ja auch mit Sicherheit keiner dass der Mensch schon immer so war wie er heute ist. Nein! Natürlich hat er sich weiterentwickelt. Was damals unvorstellbar war wenn man gesagt hat wie heute der Mensch ist, so ist es bestimmt auch für viele unvorstellbar das irgendwann die Transgender-frau völlig normal ist wie jeder andere Mensch auch und überhaupt nicht mehr einer Rede wert. Ich bin sicher dass diese Zeit kommen wird.


Modeerscheinung Transgender

Manche glauben ja allen Ernstes das Transgender sein eine Modeerscheinung ist. Also das mal vorweg, Transident sein ist weder ansteckend, noch kann man sagen ich will es werden. Nach meinen Erfahrungen kann ich sagen, als Transident wird man geboren. Wenn jemand sagt, ich will auch ein Transident sein, ist dies wohl eher in der Kategorie Travestie oder Dwt zu sehen. Ich kann von mir aus sagen, dass ich schon als Kind wusste, dass bei mir etwas nicht stimmig ist und ich im falschen Geschlecht lebe. Das Problem war, dass ich in den 60er Jahren geboren wurde und es zu dieser Zeit nicht die Aufklärung gab die es heute gibt. Zudem war die gesellschaftliche Ächtung zu dieser Zeit um einiges höher als es heute noch ist. Ich habe vor kurzem mal irgendwo gelesen, das jedes fünfte Kind von hunderttausend ein trans-ident ist. Jetzt kann man natürlich sagen das ist nicht viel, aber für meinen Geschmack sind das zu viele Kinder die leiden müssen, wenn die Gesellschaft wegschaut oder diese Kinder, später Erwachsene, belächelt oder gar verachtet. Nur noch einmal zur Erinnerung, man wird nicht einfach trans-ident, sondern man wird so geboren. Und niemand kann etwas dazu wie er geboren ist, ob schwarz oder weiß, ob blond oder braun, als Junge oder Mädchen. Es ist so wie es ist. Und so ist es auch mit Transidenten und das ist gut so!

Und Eltern müssen auch wirklich keine Angst haben, wenn Ihr Kind mit einem transidenten Kind spielt, dass ihr eigenes Kind auch so wird. Oftmals müssen transidente Menschen aus meiner Generation einen langen Leidensweg gehen bis sie ihr gefühltes Geschlecht leben können. Am Ende entsteht oftmals durch die jahrzehntelange gelebte Zerrissenheit, Depressionen, körperliche Beschwerden, geringe Belastungsgrenzen usw. Alles das kann vermieden werden, wenn man es nicht so macht wie ich und alles in einen Rucksack packt und diesen jahrzehntelang mit sich rum schleppt, sondern in jungen Jahren an das gefühlte Geschlecht angepasst wird. Heute kann ich sagen dass ich angekommen bin, und körperlich und geistig den weiblichen Anschauungsbild entspreche. Manchmal denke ich warum hast du das nicht früher gemacht. Aber es ist alles gut so wie es ist. Ich habe mittlerweile gelernt dass meine Belastungsgrenzen niedrig sind und kann damit umgehen. Beruflich habe ich den freien Fall von der Vertriebsleitung bis kurz vor Hartz IV durchlaufen. Verloren habe ich alles was ich in meinem Leben aufgebaut habe. Übrig geblieben war nur meine Tochter. Die wichtigste Person in meinem Leben hat immer und tut es auch noch zu mir stehen. Das alles kann man natürlich vermeiden indem man sich dieser Sache stellt, denn ich kann aus eigener Erfahrung sagen es holt einen immer ein. In jungen Jahren so sein Leben aufzubauen in dem Geschlecht dass man sich zugehörig fühlt kann sehr erfolgreich sein. Wenn man zu lange wartet und sein Leben schon im falschen Geschlecht aufgebaut hat kommt es oftmals zum Zusammenbruch und man fängt von ganz von vorne an. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen dass es im Alter schwer ist. Und an dieser Stelle kann sich jeder einzelne einfach nur mal gedanklich vorstellen, er würde alle seine Lieben verlieren, sowie die Arbeit und käme zu allem Überfluss in den finanziellen Ruin. Zudem kommt dass der Freundeskreis sich in Luft auflöst und man stellt fest dass Menschen einem aus dem Weg gehen, die vorher noch auf einen zu gegangen sind. Ich glaube dass es da kaum Menschen gibt die das wegstecken. Mir ging es wie viele andere aus meiner Generation auch so, dass ich einen jahrzehnte langen Leidensdruck hatte bis zum Zusammenbruch. Und dann kommen diese Dinge noch on top obendrauf. Die meisten würden schon zusammenbrechen wenn Sie Ihren Partner oder den Arbeitsplatz verlieren. Für transidente Menschen ist das schon fast normal. Das hört sich schon etwas makaber und fast schon bizarr an.

Mein Fazit: Einfach offen mit diesem Thema umgehen und ernst nehmen. Hinterrücks tuscheln und transidenten Menschen belächeln ist nicht hilfreich und weist eher empathische Defizite auf.


Transidenten in unterschiedlichen Facetten

Ich stelle immer wieder fest, dass es Transsexuelle oder intersexuelle Menschen in unterschiedlichen Definitionen gibt. Ursprünglich habe ich gedacht das Transidenten dem männlichen oder weiblichen Geschlecht zugeordnet sein wollen, da sie dieses so empfinden und leben möchten. Aber das scheint scheinbar nicht immer der Fall zu sein. Ich habe Transfrauen kennengelernt deren es nicht darauf ankam als Frau wahrgenommen zu werden. Sprich, diese Transfrauen sind ganz normal männlich gekleidet vor die Tür gegangen oder haben sich bewusst maskulin in Damenkleidern bewegt.

Grundsätzlich finde ich das nicht schlimm, da jeder das natürlich machen darf was er möchte und wie er sich am wohlsten fühlt. Allerdings sind dies nicht die Transidenten wo ich persönlich mich mit identifizieren kann. Ich persönlich bin eine Frau, bewege mich wie eine Frau, rede wie eine Frau und fühle wie eine Frau. Das sind aus meiner Sicht wichtige Faktoren um auch von der Außenwelt als Frau wahrgenommen zu werden. Mir persönlich kommt es nicht nur darauf an, dass ich in meiner Geburtsurkunde oder in meinem Personalausweis, Führerschein etc. meinen Namen und auch das weibliche Geschlecht stehen habe, sondern mir kommt es vielmehr darauf an dass mich meine Umwelt auch als „stinknormale Frau“ wahrnimmt.

Und genau für solche Transidenten, ob männlich oder weiblich, möchte ich mich einsetzen und zeigen dass wir nichts anderes sind wie jede andere Frau auch. Wie gesagt, es darf natürlich jeder das machen was er/sie/es möchte. Aber Dinge die ich unterstütze und für gut finde, dass sind Dinge wo ich mich persönlich auch wieder finde. Wenn sich jemand dafür einsetzt, dass er in der Gesellschaft als Frau wahrgenommen wird, mit einem Vollbart, dann ist das vollkommen in Ordnung. Aber diesen Kampf muss er/sie/es selber führen oder mit Gleichgesinnten, die sich als transidenten Frauen oder Männer bezeichnen. Ich bekenne mich ganz klar zur Weiblichkeit und deren Attribute und da gehört nach meinem Empfinden kein Bart hinein oder sonstiges männliches dergleichen. Das gleiche gilt natürlich auch im umgekehrten Fall bei transidenten Männern oder intersexuellen.

Leider habe ich auch schon erfahren müssen, wenn ich diese Meinung vertrete, dass ich gewisse Anfeindungen von transidenten Menschen entgegen gebracht bekam. Dies finde ich sehr schade! Denn wenn man im Einklang unterschiedlicher Facetten leben möchte, muss man auch unterschiedliche Meinungen tolerieren und akzeptieren ohne sich gegenseitig anzufeinden oder gar unhöflich zueinander sein.

Genauso wenig wie jede Frau oder Mann, ist auch ein Trans-ident nicht gleich wie jeder andere. Nicht jeder Mann spiegelt sich bei jedem Mann wieder, oder gar jede Frau findet sich auch nicht bei jeder Frau wieder. Auch dort gibt es unterschiedliche Facetten die in unserer Welt erlaubt sein dürfen und müssen. Genauso ist es bei Transgendern. Nur weil ich eine Transgenderfrau bin, bin ich wahrlich nicht wie jeder andere Transgenderfrau. Ich persönlich finde mich nicht bei Transgendern wieder, sondern bei Frauen die bewusst und gerne wie biologische Frauen leben.

Denn ich bin eine ganz normale Frau!

Um um in der Gesellschaft akzeptiert zu werden, habe ich die Erfahrung gemach, dass man mit wenig Tamtam das meiste erreicht. Für mich war klar das mein Erscheinungsbild einer Frau entsprechen muss und ich es auch intensiv lernen muss mich so zu bewegen und auch zu reden. Ich kann heute sagen, dass ich mit dieser Vorgehensweise auf Akzeptanz gestoßen bin und heute ein ganz normales Leben lebe wie jede andere Frau auch. Der Weg dahin war natürlich auch holprig, aber ich habe dafür nichts gekämpft, sondern mich ganz normal in meinem sozialen Umfeld bewegt. Und damit habe ich mehr erreicht als zu kämpfen für das was ich bin.

Das was für mich bei allem Tun wichtig ist, ist das Arbeiten an sich selbst.

Denn allzu einfach ist es wenn man sagt, andere müssen und ich muss gar nichts. Denn nicht die Gesellschaft muss daran arbeiten verschiedene Facetten zu akzeptieren, sondern jeder einzelne muss die Normalität des Seins selbst in die Hand nehmen. Um Gesetzesgrundlagen durchgesetzt zu bekommen bedarf es öffentliche Einrichtungen, Vereine usw.. Doch alles andere kann jeder einzelne in seinem eigenen Umfeld in die Hand nehmen.


Als Trans-ident fühlt man sich immer beobachtet

Als Transident fühlt man sich irgendwie immer beobachtet. Ich habe mittlerweile mit vielen transgender Frauen gesprochen. Die meisten haben mir das bestätigt was mir selbst auch immer wieder auffällt. Man fühlt sich immer wieder beobachtet. Wenn man von fremden Menschen angeschaut wird, hat man immer das Gefühl stimmt irgendwas nicht mit mir! Liegt es daran dass die Person es gemerkt hat dass ich eine transgender Frau bin, oder werde ich nur angeschaut weil mich die Personen interessant findet, eventuell hübsch. Diese Dinge greifen immer durch den Kopf und nagen an der eigenen Kraft. Es ist zum Teil kräftezehrend dieses Leben zu führen. Schließlich waren die Jahre vorher ja auch schon sehr ermüdend und kräftezehrend. Und wenn man glaubt das ändert sich irgendwann, wird man wahrscheinlich vom Irrglaube geleitet. Das verfolgt mich immer wieder. Es wird natürlich auch hinter dem Rücken sehr viel getuschelt und es kommt immer wieder vor, dass ich irgendwann und irgendwo mal angesprochen werde, wo es auf einmal heißt: „Du eine Freundin oder ein Freund hat mir erzählt….“ man könnte meinen es müsste irgendwann doch mal gut sein und Schluss mit der Fragenstellerei!  

Aber nein irgendwo wird man immer wieder mal an gequatscht. Dabei ist es doch gar nichts ungewöhnliches oder interessantes.Ich quatsch doch auch nicht ein Mann oder eine Frau an und sage: „Du wie ist das denn so in deinem Leben?“ mein Leben ist bestimmt nicht ungewöhnlich, sondern normal wie bei jedem anderen Menschen auch, wenn nicht immer so dusselig gequatscht würde. Die Leute selbst machen so ein Hype daraus, dass ich eine Transgenderfrau bin.

Das Beste ist immer wenn es heißt: „Du ich habe da kein Problem mit ich kann damit umgehen.“ Nun mal ehrlich warum sollte man ein Problem damit haben? Und warum soll man nicht damit umgehen können. Ich kann da auch damit umgehen wenn jemand zu mir sagt ich bin ein Mann oder ich bin eine Frau. Na da würde ich die Leute gerne mal sehen, wenn ich sagen würde: „Oh Gott es ist ein gebürtiger Mann 😂. Aber kein Problem ich kann damit umgehen 😂😂🙈.“ Ich glaube da würde ich blöd angeguckt werden und das zurecht! Deshalb ist es mir auch gestattet dass ich genauso blöd gucke wenn ich solche dummen Sätze gesagt bekomme. Ich bin Hannah und ein ganz normaler Mensch. Entweder mag man mich oder nicht aber was gibt es damit umzugehen?

Mittlerweile kann ich mir schon ein Stück weit amüsieren über die Naivität mancher Leute. Das wäre das gleiche als wenn ich zu einem Blinden sag, kein Problem ich kann damit umgehen. Wahrscheinlich würde der Blinde – Arschl*** – zu mir sagen und weitergehen. Und nein ich habe mir das nicht selber ausgesucht. Als Transfrau oder als Transmann wird man geboren. Manche glauben ja wirklich ich hätte mir das so ausgesucht. Allen Ernstes, sowas sucht man sich nicht aus. Die geschlechtsangleichenden Operationen sind extrem schmerzhaft oftmals über Monate. Das macht kein Mensch aus Jux und Dollerei. Diese Schmerzen nimmt ein normaler Mensch nur dann auf sich, wenn der Leidensdruck vorher schon extrem groß ist. Mittlerweile habe ich natürlich das Selbstbewusstsein das wenn mir danach ist ich diese Dummgaffer auch mal direkt ansprechen. In der Regel sind sie dann irritiert und er schüchtern. Das liegt in der Regel daran, dass die meisten Menschen sich stark beim tuscheln hinter dem Rücken fühlen, aber im direkten Gespräch eher an Stärke versagen. In meinem Bekanntenkreis bin ich die einzigste Transfrau und für die Männer bin ich da genauso akzeptiert wie jeder andere Frau auch. Und mir haben auch schon so viele Männer gesagt, wie gerne sie es hätten wenn ihre Frauen genauso wären wie ich. Das ist ein entscheidender Vorteil wenn man mit dem falschen Geschlecht aufwächst bzw erzogen wird. Man ist nicht so empfindlich wie viele andere Frauen es sind. Ich unterhalte mich lieber über Fußball als über irgendwelche Waschmittel. Das kommt bei den Männern viel besser an. Ja es gibt auch viele Vorteile die eine Transfrau hat…


Frühstück mit einer Transfrau

Gestern war ich mit einer Transfrau frühstücken. Es waren sehr angenehme Gespräche die wir geführt haben. Vier Stunden haben wir uns unterhalten und über Erfahrungen aus dem Bereich transsexualität gesprochen. Das interessante war, dass wir identische Einstellungen haben wie wir transsexualität definieren. Es gibt nur wenige transgender die ich auch wirklich aus Transgender oder wie man früher dachte als Transfrauen oder Transmänner definiere. Aber die Transmänner möchte ich außen vor halten weil mein Thema mehr die Transfrau ist.

Transmänner, also Frauen die nun als Mann leben und sich auch körperlich so verändern, fallen in der Regel weniger auf als Transfrauen. Was liegt daran dass Transmänner einen Stimmbruch bekommen Körperbehaarung und Bartwuchs und optisch daher sehr unauffällig sind. Zudem gibt es relativ viele kleine Männer. Das sieht bei Transfrauen natürlich ganz anders aus. Oftmals sind sie groß und haben eine tiefe Stimme. Allein diese Erscheinung ist schon auffälliger. Natürlich kann man an der Stimme ein Stück weit arbeiten und wenn man sich bemüht und mit einem Logopäden zusammen arbeitet, kommt man in den sogenannten Transgender neutralen Bereich. Das heißt das die Stimme nicht mehr eindeutig einem Mann oder einer Frau zuzuordnen ist. Es gibt viele Frauen mit einer tieferem Stimme. Ich habe es mittlerweile geschafft dass meine Stimme auch am Telefon, wo man mich nicht sieht, als Frau wahrgenommen zu werden.

Viele transsexuelle Frauen kleiden sich völlig unangemessen zu ihrem Äußeren. Das macht sich dadurch extrem auffällig. Und damit meine ich, dass sie oftmals in Kleidern herumlaufen und gehst noch gar nicht zu ihrem Äußeren passt. Frausein definiert sich nicht durch ein Kleid.aber fehlen Transfrauen glauben wenn wir einen Kleid an haben werden sie weiblich. Manchmal habe ich persönlich das Gefühl dass einige er einen Fetisch haben und nicht transsexuell sind. Es gibt ganz viele genderneutrale Kleidung die Frauen anziehen können. Das macht in der Anfangsphase nach meinen Erfahrungen viel mehr Sinn und man bewegt sich wesentlich unauffälliger. Ich habe auch bis jetzt keine transsexuelle Frau kennengelernt die mir gesagt hat, dass es ihr Freude macht angegafft zu werden. Da frage ich mich natürlich warum muss es direkt ein Kleid sein und nicht einfach eine schöne Damen Jeans. Ich nehme schon bei diesen Transgender treffen nicht mehr teil, weil selbst ich mir dabei vorkomme wie auf einen Transvestiten Ball. Das hören Transgender Frauen überhaupt nicht gerne. Aber die wenigsten geben sich wirklich Mühe, wie eine Frau sich zu bewegen, oder zu reden und sich auch so zu benehmen. An dieser Stelle möchte ich sagen, dass es ein langer Weg ist mit sehr viel harter Arbeit an dich selbst, verbunden mit einer täglichen Disziplin, um am Ende nicht nur auf dem Papier sondern auch als Person als Frau wahrgenommen wird. Einige Transfrauen verwechseln da immer was, und machen es sich dabei etwas einfach indem sie sagen, ja die Gesellschaft muss mich halt so nehmen wie ich bin. Ich sage nein, die Gesellschaft muss gar nichts ich muss! Das mögen transmenschen überhaupt nicht gerne wenn ich so etwas schreibe aber es ist die Wahrheit. Nach meiner Erfahrung kann ich sagen wenn man diese Disziplin einhält wird man irgendwann automatisch von der Gesellschaft akzeptiert.

Für alle die gegen den Strom schwimmen wollen wünsche ich ein gutes durchhaltevermögen aber das ist absolut nicht meine Baustelle!

Das hört sich alles ein Stück weit brutal an was ich hier schreibe aber ich glaube das ist sich dabei einige Transfrauen zu einfach machen. Dafür war auch mein Weg viel zu hart und ich fühle mich dabei in den Hintern getreten, von jenen Transfrauen die immer sagen, die Gesellschaft muss mich so akzeptieren wie ich bin. Und  zudem an sich überhaupt keine Anstrengung an den Tag legen als Frau sich zu bewegen zu reden usw.. Viel zu schnell wird von diesem Frauen gesagt, gerade wir müssen zusammenhalten.

Ich meine Zusammenhalt muss verdient werden und ist kein Privileg nur weil man ein Transgender ist. Eine biologische Frau braucht fast zwei Jahrzehnte vom Kind zur reifen Frau heran zu wachsen. Und das sollte eigentlich auch jeder transidenten Frau klar sein dass es bei ihr auch ein langer Reifungsprozess ist. Transfrauen die am Anfang ihrer Entwicklung stehen, haben auch eine Verantwortung gegenüber transmenschen die ihre Entwicklung bereits abgeschlossen haben. Damit meine ich, dass diese Frauen sich auch überlegen müssen dass durch ihr Tuen das Thema nicht zur Belustigung beiträgt.

Ich habe z.b. eine Transfrau kennengelernt, welche im Rock oder auch im Kleid sich in der Öffentlichkeit zeigt, zudem mit Glatze und zudem unrasiert durch den Tag geht. Davon distanziere ich mich ausdrücklich. Das sind die Frauen die gegen die Strömung schwimmen und das können sie gerne ohne mich machen. Das ist eine Weile dauert bis die Transfrauen ihre Bart Epilation abgeschlossen haben ist mir klar. Aber bis dahin greift man zum Rasierer. Und eine Transfrau die das nicht macht ist nach meiner Vorstellung nicht wirklich eine Frau. Ich kenne keine biologische Frau die sich gerne einen Bart wünscht und mit Haaren an den Beinen oder gar im Gesicht durch die Öffentlichkeit geht. Selbst biologische Frauen die das machen sind in der Minderheit und werden eher beschmunzelt. Und im Kleid mit Glatze geht nach meinem Geschmack überhaupt nicht. Es gibt heute schon tolle relativ günstige Perücken und bevor man in ein Kleid investiert, sollte man lieber in diese Accessoires investieren.

Ich glaube ja mittlerweile, dass es unter den transidenten Menschen auch unterschiedliche Gruppierungen gibt. Trans-ident ist nicht gleich Transident. Es gibt ja einige Selbsthilfegruppen oder sonstige Institutionen wo sich Transgender treffen können um Erfahrungen auszutauschen und über ihr Erlebtes reden können. Ich glaube das auch da auf Dauer unterschiedliche Gruppenangebote geben muss. Die meisten Transgender Frauen die ich kenne und ihren Weg so konsequent gehen wie ich es gegangen bin, haben diese Gruppen schnell wieder verlassen. Das lag daran dass diese Frauen oder ich mich in diesen Gruppen nicht wiedergefunden habe. Trotzdem ist es für viele eine gute Anlaufstelle die in der Regel kostenlos genutzt werden kann. Solche Anlaufstellen kann jeder in seiner Region googeln unter dem Begriff Selbsthilfegruppen. Es ist auch ganz interessant mal hinzugehen alleine schon um mal festzustellen wo man selbst steht. Wann findet dabei ganz schnell heraus, ob die Selbsthilfegruppe einem selbst weiterbringt.


Alltagsbegleitung

Ich habe heute einen Termin in Frankfurt. Bei denen Regen den wir heute haben möchte ich eigentlich gar nicht mit dem Auto dahin fahren. Aber ich habe dort einen Termin mit einem Arzt der Transgender in ihrem Alltagsleben begleitet. Ich persönlich halte das für eine nützliche und wichtige Sache. Denn es ändert sich so viel vor allem wenn die hormonelle Umstellung auf einen zukommt. Ich habe früher nie gedacht dass ich jemals einen Mann habe. Doch bei der hormonellen Umstellung hat sich auch meine sexuelle Orientierung umgestellt. Ich habe immer gedacht ich wäre lesbisch und bekomme eine Frau. Und später habe ich dann festgestellt, dass ich heterosexuell bin und mich zu Männern hingezogen fühlen. Das muss man psychisch dann erst mal hintereinander kriegen und verstehen und dabei kann einem der Arzt welche Erfahrung hat extrem nützlich sein.

Deshalb kann ich Betroffenen Transgender nur empfehlen die Alltagsbegleitung zu nutzen. Bei mir ist das heute kein Thema mehr nach der langen Zeit aber ich habe weiterhin noch zu diesem Arzt Kontakt und freue mich immer wieder mal ein Gespräch mit ihm zu haben, denn er betreut sehr viele Transsexuelle Menschen. Es gibt natürlich noch viele andere Gründe weshalb man die psychologische Alltagsbegleitung in Anspruch nehmen sollte. Es kommt so viel Neues auf einem zu, wo einem schlichtweg die Erfahrung fehlt. Man muss sich vorstellen dass man eine zweite Pubertät durch läuft, nur in windeseile. Da ist es gut wenn eine neutrale erfahrene Person einem zur Seite steht. Ich hatte nie einen Termin ausgelassen und bin immerhin gegangen. Es war nie eine Last für mich, im Gegenteil, ich habe mich auf diese Gespräche gefreut. Zudem braucht man sowieso einen erfahren Psychologen damit man die Indikationen zur Behandlung bekommt. Es soll natürlich im Vorfeld ausgeschlossen sein dass ich jemand hormonell behandeln lässt und eine psychische Störung hat oder sonstiges. Wenn jemand wirklich Transgender ist braucht er oder sie sich auch keine Sorgen darüber zu machen. Wenn aber jemand eine sonstige Verhaltensstörung hat wird ein erfahrener Psychologe das sehr schnell feststellen. Ein Transgender weiß genau ob er oder sie Transident ist oder doch vielleicht ein Fetisch vorliegt. Ein erfahrener Psychologe oder Psychiater braucht ca drei bis fünf Sitzungen, manchmal auch schneller, um die Diagnose transsexuell als gesichert zu stellen. Also eigentlich recht schnell und dann geht’s auch schon mit der Indikation der hormonellen Behandlung los.


Wie reagiert die Familie wenn sie erfährt "ich bin eine Transfrau" 

Tja, mit der Familie ist das so eine Sache. Von der einen hört man, dass es überhaupt kein Problem gegeben hat und von der anderen wiederum hört man, dass sie nach dem Outing völlig alleine damit stand. Bei mir hatte es sich auch nach kurzer Zeit zu einem Problem entwickelt. Die einzigen die scheinbar kein Problem auf Dauer damit hatten, das ich eine Transfrau bin, waren meine Tochter und meine Mutter. Beide haben sich relativ schnell daran gewöhnt dass ich eine Frau bin. Von anderen wiederum bekam ich gesagt, dass sie mich zu Grabe getragen haben. Ach wie hatte ich diesen Scheiß Satz gehasst. Dabei kam ich mir vor wie lebendig begraben. Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich diesen Satz von denjenigen gehört habe, die dabei im Prinzip nur an sich gedacht haben. Letztlich haben sie mir damit gesagt, was ist sich von mir verabschiedet haben und eigentlich nichts mehr zu tun haben wollen. Und tatsächlich, so war es genau gewesen. Statt sich mit dieser Sache auseinanderzusetzen und zu verstehen, kamen die Vorwürfe. Sätze wie:" Warum hast du mir das nicht direkt gesagt?" oder " Das jetzt alles zerbricht hast du dir ja selbst ausgesucht!" Eigentlich habe ich mir aus allen Richtungen Vorwürfe anhören müssen. Zu der Zeit war ich ja schon am Ende meiner Kräfte und dann hatten diese Vorwürfe und das abwenden von Freunden und Familie extrem an den Kräften gezehrt. Und dabei die hormonelle Umstellung hat einen fast durchdrehen lassen.


Transidenten haben es vor dem Outing schwer und nach dem Outing wird erst einmal in der Regel noch komplizierter. Irgendwann habe ich dann alleine in meiner neuen 48 Quadratmeter Wohnung gehockt und vor mich hin geheult. Jeder gab sein unqualifizierten Senf dazu und vor allem gerade die wo ich es am wenigsten erwartet hätte, bzw ich einen reiferen Verstand erwartet hätte. Auf einmal hatte ich ganz viele Hobbypsychologen um mich herum. Jeder wusste mehr als der andere. Und immer wieder die Vorwürfe was ich den anderen damit antue, aber niemand von denen verstand es was mit mir eigentlich los war. Ein Zahnarzt wurde zum Psychiater, eine Schreinerin zum Therapie Apostel, und andere wiederum gaben mich gleich ganz auf. Bei diesen Berufs Überschreitungen kann man wohl auch demnächst zum Installateur gehen wenn man Rückenprobleme hat🙈😂. Ja, man braucht schon einen guten Humor um dieses alles ertragen zu können. Und den größten Fehler den man machen kann, ist es diesen Hobbypsychologen sich zu erklären. Das endet dann in einem absoluten Chaos und gerne auch mal in Streitereien. Heute würde ich vieles natürlich anders machen. Ich würde es wohl kurz und knapp halten und sagen:" Ich bin eine Transfrau und das ist in Ordnung so!" Die vielen Erklärung würde ich mir heute ersparen. Man hat ja schon die ganzen Jahre davor, im Prinzip sein Leben lang nichts gesagt und im Prinzip nur wegen den anderen. Irgendwann muss man einfach mal an sich selbst denken und aufhören es anderen recht zu machen. Diejenigen die sich verabschieden die kann man eh nicht halten. Die Kraft kann man sich schenken und ist im Prinzip auch nicht den Kraftakt wert. Diese Kraft braucht man tatsächlich wenn man sein Leben neu sortiert und auf die Beine stellt. Tja, das weiß ich heute und kann es ganz schlau sagen. Aber in dem Moment des Outings hat man nur gehofft, dass alles in irgendeiner Form weiter laufen kann wie man es gewohnt war. Aber es muss einem klar sein dass in der Regel es nicht weiter läuft wie gewohnt sondern vieles ganz anders.