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Transmenschen in der Gesellschaft

Obwohl Transsexualität heute nichts Neues ist, so ist doch die Gesellschaft in dieser Richtung oftmals nicht aufgeklärt. Da es leider viele Menschen in der Gesellschaft gibt, welche damit nicht umgehen können, oder in irgendeiner Form die damit nicht klarkommen, so kommt es immer wieder vor das vor allem Transfrauen gemobbt oder gar angegriffen werden. Oft ist es Kleingeist oder eine niedrige Toleranzgrenze welche dazu führt.

Warum geht es auf dieser Seite. Ich werde darüber schreiben was Transsexualität genau bedeutet und was sich für sich selbst, der Familie und Freundeskreis daraus ergibt. Von der Erkenntnis in dem falschen Geschlecht anzugehören bis hin zur Geschlechtsangleichung. Nachstehend werde ich hauptsächlich über die Entwicklung einer Transfrau schreiben. Natürlich wird nicht alles auf jeden oder jedem Fall zutreffen. Auf jeden Fall sind es reale Erfahrungen und Berichte.

Das Outing 

Das Outing ist für Transmenschen eine besondere Herausforderung. Oft wissen Sie schon lange vor dem Outing, dass sie dem falschen Geschlecht angehörig sind. Viele Transmenschen wissen das schon seit ihrer Kindheit. Jahrelang wird versucht in dieses für sich geheim zu halten und zu unterdrücken. Das richtet natürlich auf Dauer was an. Die Folge ist oft psychische Erkrankungen. Dies müsste nicht sein, wenn es für die Betroffenen nicht so schwer wäre sich seinem gegenüber zu erklären. Aus der Angst heraus beginnt dann ein Jahren lange oder schlimmsten Falle ein jahrzehntelanges Martyrium. Oft kommt irgendwann der Zusammenbruch und damit verbunden das Outing.

Kinder wissen oft ganz genau welchem Geschlecht sie zu gehören und dem entsprechend sollten Eltern auch auf ihre Kinder achten. Achten auf deren Verhaltensweise und Äußerungen. Auf jeden Fall sollte man die Kinder ernst nehmen und gegebenenfalls fachkundigen Rat sich einholen. Da transexualität nicht therapierbar ist, so besteht die Möglichkeit aber den Kindern schon frühzeitig ihren Weg zu Ebenen. Ihnen kann somit z.b. ein Stimmbruch durch Medikamente verhindert werden. Es kommt somit nicht zur körperlichen Veränderung in der Pubertät. Dazu muss man auf jeden Fall einen erfahrenen Arzt hinzuziehen. Oft helfen Selbsthilfegruppen wie z.b. bei der dgti oder trans-ident e.v. weiter. Natürlich gibt es noch weitere Anlaufstellen. So manche findet man im Internet oder es kann eventuell sogar der Hausarzt weiterhelfen.

Ältere Menschen haben oft schon einen jahrelangen inneren Kampf gefochten. Viele tragen es schon lange mit sich rum und trauen sich niemanden an aus Angst alles zu verlieren. Denn gerade ältere Menschen haben viel zu verlieren. Angefangen von der Familie über den Freundeskreis und oft auch den Arbeitsplatz. Die Folge ist ein sozialer Abstieg. Nur wenigen Beziehungen halten diesen Druck durch und bleiben trotzdem zusammen oder verheiratet. Doch die meisten die ich kenne sind erst einmal das Tal der Tränen durchlaufen. Die meisten Beziehungen gingen zu ende und auch mit dem Arbeitsblatt gab es Probleme. Oft hat sich auch der Freundeskreis in Luft aufgelöst. Natürlich muss das nicht immer so sein, aber allzu oft endet es so. Vor allem Transfrauen sind davon betroffen. Viele Kollegen oder Arbeitgeber kommen mit der Veränderung nicht klar. Aber auch in der Familie kann es zu Spannungen kommen und Paare lassen sich scheiden. In der Gesellschaft wird getuschelt und in kleineren Ortschaften ist man erst einmal das Stadtgespräch. Oft wird gesagt, ich weiß gar nicht was du hast, denn du willst es ja so. Nein, ein Transmensch will das nicht so sondern es ist einfach so! Eine Transfrau kann sich das nicht aussuchen, dass sie so ist wie sie ist. Man kann sich dem Gefühl nicht entziehen dem falschen Geschlecht angehörig zu sein. Irgendwann kommt man an dem Punkt wo es nicht mehr weitergeht. Das ist der Punkt des Outings! Viele sind an dieser Stelle schon am Ende und dann wird noch so viel auf einem geladen. Die gute Nachricht: irgendwann geht es auch wieder bergauf! Aber alles braucht seine Zeit und man muss Geduld haben, welche Betroffene meist dann nicht mehr haben. Viel zu groß ist der Wunsch nach der Geschlechtsangleichung und es kann dann nicht schnell genug gehen. Verstehen kann man es!

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