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Alltagsbegleitung ist keine Psychotherapie.

12.01.2022

Oft wird die sogenannte Alltagsbegleitung mit einer& Psychotherapie verwechselt. Das eine vorweg. Transsexualität ist nicht therapierbar und dies ist heute in Fachkreisen und so bekannt. Was allerdings möglich ist, das Transsexuelle in ihren Transformationsprozess oder Lebensveränderung nicht alleine da stehen müssen. Und bei diesem Thema der Transsexualität und der damit verbundenen Geschlechtsanpassung voranzukommen und auch mit den damit verbundenen Veränderungen klarzukommen, gibt es die sogenannte Alltagsbegleitung. Natürlich wird ein Facharzt bzw Psychologe, Psychiater oder sonstiges mit Fachkenntnissen auf diesem Gebiet ein Gespräch führen. Natürlich muss sichergestellt sein, dass es hierbei um Transsexualität geht und nicht um eine andere psychische Störung. Wenn dies nämlich so wäre würde mit Sicherheit eine Therapie greifen. Anders ist es wenn die Diagnose Transsexualität gesichert steht. Dies eröffnet dann in die Möglichkeit der Alltagsbegleitung mit den damit verbundenen Indikationen zur Geschlechtsangleichung. Beginnen wird wohl alles immer mit der Hormontherapie. Man durchläuft quasi eine zweite Pubertät. Und selbst wenn man erwachsen ist, ist man genauso und Gaga wie als junger Mensch. Nicht selten werden die Betroffenen sensibler bei Östrogen Zugabe und bei Testosteron Zugabe verhalten sie sich dementsprechend maskuliner. Natürlich ist nicht jedes Verhaltensmuster hormongesteuert, sondern oftmals auch durch die neue Lebenssituation. Vieles schlummert aber auch schon innerlich, was bislang verborgen war und der Außenwelt nicht gezeigt wurde.

Gerade am Anfang der Hormonumstellung sind viele durch den Wind. In diesem Moment ist die Alltagsbegleitung sehr hilfreich. Es kommt mit der Hormoneinnahme zu den körperlichen Veränderungen und somit auch zu der ein oder anderen Frage. Mit den Veränderungen des Körpers kommt es auch dazu, dass die Umwelt die Betroffenen anders sieht als vorher. Nämlich entweder als Mann oder als Frau. Dabei kann es zu ungewohnten Situationen kommen. Die Alltagsbegleitung kann helfen mit der Umstellung leichter umgehen zu können. Fragen werden beantwortet und es wird auf die weiteren notwendigen Indikationen zu gearbeitet. Fachkundige Ärzte, Psychologen oder Psychiater können diesen strukturierten Ablauf, welcher dann auch meist dann auch zur Kostenübernahme der Krankenkassen führt und es somit seltener zu Ablehnung dieser kommt. Wobei es immer wieder mal passieren kann, dass die Krankenkassen bzw das MDK manche Indikation zur Geschlechtsanpassung ablehnt. Ein Widerspruch mit dem Arzt, Psychologen oder Psychiater kann dabei sehr hilfreich sein. Um dies zu vermeiden ist es ratsam keine Alleingänge zu machen, sondern diese immer mit dem behandelnden Arzt abzustimmen, da diese mit ihrer Erfahrung die Abläufe bestens kennen. Oft sind die Betroffenen verständlicherweise sehr ungeduldig und hätten am liebsten alles so schnell wie möglich. Doch die Erfahrung zeig, dass es besser voran geht wenn man alles Schritt für Schritt macht.

Bitte beachten Sie, dass das Geschriebene meine persönlichen Erfahrungen sind. Diese können natürlich von Situation zu Situation abweisend sein. Deshalb sollte man sich immer an fachkundige Ärzte, Psychologen oder Psychiater wenden.


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