Tagesblick- Leere Regale voller Kühlschrank


Der Kühlschrank ist voll

Der Lebensmittel-Einzelhandel hat sich auf die Ostertage vorbereitet. Dennoch sieht man hier und da leere oder fast leere Regale. Es wurde doch mehr gekauft, was dann hier und da ausverkauft war. Allerdings, wenn man etwas flexibel ist, findet man genug Lebensmittel um gut über die Runden zu kommen. Auch über die Ostertage! Wir hatten unseren Einkauf auch bereits schon am Dienstag und Mittwoch erledigt. Der Einkauf war weitgehendst stressfrei. Wenn man sich früh genug kümmert und nicht auf den letzten stipp einkaufen geht braucht man auch keine Sorge zu haben. Natürlich in den Zeiten von covid-19 kauft man anders ein als früher. Man hat mehr im einkaufswagen, aber dafür geht man nicht so oft wie sonst einkaufen. Bei uns ist nun auch der Kühlschrank voller als sonst. Auf diese Veränderung vom Einkauf muss natürlich auch erst der Einzelhandel reagieren. Zumindestens glaube ich das so.

Auf unserem kleinen Markt im Ort war ich heute auch schon. Es ist jetzt die zweite Woche wo ich keinen Dill bekomme. Das war in der Vergangenheit kein Problem. Allerdings hängt auch nicht mein Leben davon ab ob ich Dill bekomme. Ich habe dann ein paar Äpfel mitgenommen. Wobei ich diese sowieso mitnehmen wollte! Es ist wunderbares Wetter und ich habe mir mein Sommerkleidchen angezogen. Ich wollte mir bei all dem Übel mal ein gutes Gefühl geben.

Einfach mal ein Sommerfeeling!

Hannah am 27.03.2020

Tagesblick- wohl denen die einen Balkon haben


Wir in Bayern haben ja eine sogenannte Ausgangssperre. Das heißt nicht dass wir zwingend zu Hause bleiben müssen, aber den privaten Kontakt zu Freunden oder nicht Familienmitgliedern vermeiden sollen. Man kann zwar raus und an der frischen Luft spazieren gehen oder einkaufen, aber nach ein paar Tagen wird dies auch irgendwann mal langweilig. Da kann man froh sein wenn man zu Hause einen Balkon hat oder noch besser vielleicht sogar ein Garten. Ich habe einen kleinen Balkon und heute ist es von den Temperaturen recht mild. Sodass ich mich gleich ein wenig auf den Balkon setzen werde. Ein bisschen frische Luft und Sonnenstrahlen tun im Moment ganz gut um den Vitamin D Haushalt aufzuladen.

Eine Hackfleischsoße habe ich auch schon gemacht. Denn heute gibt es Spaghetti Bolognese. Wenn es gut geht können wir eventuell zwei Tage daran essen. Allerdings habe ich auch einen kleinen Rollbraten für das Wochenende eingekauft, so dass ich am Wochenende jetzt eigentlich nicht mehr einkaufen muss.

Im Moment verfolge ich ja immer morgens um 10 Uhr auf N-tv das neueste aus dem Robert Koch Institut. Eigentlich war es für heute angekündigt aber es kam dann doch nichts neues. Ich weiß gar nicht warum es heute ausgefallen ist. Nachher muss ich mal den Fernseher oder das Radio einschalten. etwas neues habe ich heute noch gar nicht mitbekommen! Aber es tut auch ganz gut mal nichts neues von covid-19 zuhören. Der Coronavirus ist ja mittlerweile rund um die Uhr auf allen Kanälen anzuschauen. Jede Sendung befasst sich nur noch mit Corona. Zumindest hat man das Gefühl!

Tagesblick- Der Einkauf ist erledigt


Heute habe ich die kleinen Geschäfte bei mir vor Ort unterstützt. Ich war beim Metzger vor Ort und im Lebensmittelmarkt. Im Anschluss daran war ich noch beim Bäcker. Die meisten Bäcker bei uns im Ort machen schon zwischen 11 Uhr und 12 Uhr zu. Aber ein Bäcker hat seine ganz normalen Öffnungszeiten beibehalten. Viele Bäckereien haben nach meinem Empfinden nur noch wenig mit einer Bäckerei wie man sie früher kennt nur noch wenig zu tun. Heute ist es durchaus nicht die Seltenheit, dass ich in der Bäckerei mir mittags auch ein Schnitzel bestellen kann. Das hat glaube ich wenig mit dem Handwerk Bäckerei zu tun.das sind auch oftmals dann die Bäckereien die ihr Geschäft schon früh zu machen. Wahrscheinlich liegt es daran, dass solche Bäckereien ihren hauptumsatz mit nezbenprodukten bzw als Café machen. Ich kann mir vorstellen dass Bäckereien, die ihr Geld noch ausschließlich mit Backwaren verdienen im Moment ein ganz normales, vielleicht auch gut gehendes Geschäft machen.

Auch der kleine Lebensmittelmarkt bei mir um die Ecke, er lebt scheinbar im Moment eine Renaissance. Wie bei jeder Krise gibt es auch hier Gewinner und Verlierer. In solchen Zeiten in der wir heute leben, indem der Coronavirus wirtschaftliche Ängste und Nöte hervorrufen, merkt man erst wie wichtig so manches kleine Geschäft im Umfeld ist. Denn egal was für eine Krise ist, müssen wir alle essen und trinken.

In Gesprächen mit selbstständigen aus ganz unterschiedlichen Gewerken, kann man so langsam raus entnehmen, dass jeder glaubt am meisten betroffen zu sein. So langsam kommt in der Not dann der Zorn hinzu. Es wird den Flüchtigen, den Hartz 4 Empfänger aber auch Rentner geschlüpft. Diese Menschen bekommen soviel Geld vom Staat und sind nicht Produktiv und der Staat müsse doch jetzt die Produktiven unterstützen. Das ist natürlich klein gedacht, aber man kann an den Reaktionen erkennen, das sich schnell jeder selbst der nächste ist, und wie schnell Mitarbeiter die in den guten Zeiten ihren Mann/Frau standen, auf einmal nichts mehr Wert sind. Natürlich ist es so, dass wenn es erforderlich ist, Mitarbeiter entlassen werden müssen, wenn es um die eigene Existenzabsicherung geht. Was mich so erschreckt hat, ist wie abfällig über diese Mitarbeiter in punkto Kündigung gesprochen wurde.

Fazit: In solchen Zeiten läuft man Gefahr, dass das Sozialverhalten komplett aus dem Ruder läuft!