It is my day

Die Begleiterscheinungen machen krank – Tagesblick Transsexualität


It is my day
It is my day

Wegen einer Transsexualität ist man nicht krank! Aber die eventuell damit verbundenen Begleiterscheinungen können sowohl krank machen. Transsexuelle Menschen haben oft mit Depressionen zu tun. Warum ist das so? Die Antwort liegt auf der Hand. Oftmals haben transsexuelle Menschen ihre Identität jahrelang oder vielleicht auch jahrzehntelang unterdrückt. Dieses führt zwangsläufig zu seelischen und körperlichen Problemen. Oftmals sind diese Menschen zum Zeitpunkt ihres Outings, völlig erschöpft und am Ende ihrer Kräfte angekommen. Wer dann glaubt jetzt ist alles gut der ist auf dem Holzweg. Denn leider allzu oft bricht dann das Chaos erst recht los. Ehen brechen auseinander, Freunde trennen sich, leider allzu oft verlieren Betroffene ihre Arbeit. Eventuell geht ein ganzes Lebenswerk verloren. Und wer jetzt glaubt das ist ja die eigene Entscheidung jedes einzelnen ist, der irrt! Denn oft bleibt da kein anderer Weg. Denn zum Zeitpunkt des outings sind viele gesundheitlich angeschlagen und es gibt nur noch den einen Ausweg, sich endlich dem eigentlichen Problem zustellen.

Wenn man sich dann nun endlich mitgeteilt hat, geht die Odyssee der Probleme weiter. Denn wenn man nun alles verloren hat nehmen oftmals die Depressionen so richtig seinen Lauf. Nicht selten kommt es vor, dass transsexuelle Menschen zum Gespött in ihrer Umgebung werden. Nicht selten kommt es zu Problemen in der Arbeitswelt. Viele Transsexuelle Menschen verrennen sich daher in eine aussichtslose Lage und Glauben dies nicht mehr lösen zu können. Daher ist die Suizidrate bei Transsexuellen recht hoch. Nach dem Outing kommt man sich erst einmal vor wie gedopt. Viele sind erst einmal völlig überdreht und glücklich endlich ihr Schweigen gebrochen zu haben. Endlich im richtigen Geschlecht zu leben, welches man schon immer gefühlt hat. Doch diese Euphorie geht nach einer gewissen Zeit verloren. Schnell wird man vom Alltag eingeholt. Man stellt fest dass man angestarrt wird! schnell stellt man sich die Frage, warum die Mitmenschen so befremdlich reagieren, obwohl man doch immer noch dieselbe Person glaubt zu sein. Natürlich hat das Umfeld nicht die Euphorie die man selbst nach dem Outing hat. Deshalb können auch viele gar nicht verstehen was auf einmal los ist. Sie können einfach nicht Schritt halten mit der transsexuellen Person, die nun endlich ihren Weg geht. Doch letztendlich wird man immer wieder von seinen Problemen eingeholt. Viele lassen sich auch gar nicht lösen und mit manchen Problemen muss man lernen zu leben. Für Transfrauen ist es oftmals schwierig von Männern als wirkliche Frau wahrgenommen zu werden. Wahrscheinlich liegt es auch daran, dass oftmals Transsexualität mit homosexualität vermischt wird. Das ist natürlich völliger Blödsinn und das eine hat nichts mit dem anderen zu tun. Homosexualität ist eine sexuelle Orientierung. Während Transsexualität eine Identitätsstörung ist und nichts mit einer sexuellen Orientierung zu tun hat. Viele Transsexuelle Menschen werden aufgrund ihrer Ereignisse ein Leben lang mit depressiven Störungen leben müssen. Man kann mit einer depressiven Störung leben aber es ist nicht einfach. Eine Depression kann die Gesellschaft nicht sehen. Und das ist schon wieder verwirrend für diese. Das kann zwangsläufig wieder für Betroffene zu Problemen führen. Leider nimmt die Gesellschaft oftmals depressive Menschen nicht all zu ernst und nicht selten werden diese als Simulanten dargestellt. Und schon dreht sich die Spirale wieder!

Bewertung: 5 von 5.