Die Sonne genießen

Balsam für die Seele – entspannen zu können ist manchmal gar nicht einfach


Ich bin zwar keine Olivia Jones, denn da unterscheidet sich viel und das sollte man auch nicht vermischen. Transsexualität ist ein ganz anderes Thema, aber ich finde es beeindruckend wie sie ihr Ding macht und in der Gesellschaft Akzeptanz findet.

Es gab Zeiten in meinem Leben, da konnte ich nicht so einfach mein Leben leben wie es jeder andere normale Mensch tun kann. Tja, wenn der Körper nicht so ist wie das Empfinden, ist es gar nicht so einfach. Bevor ich meine geschlechtsangleichende Operation hatte, war es hier und denkbar, dass ich in einem Freibad oder an den See gehen konnte. Das habe ich mir dann doch lieber verkniffen! Auf die Blicke hatte ich keine Lust. Natürlich war es schade und es schränkt auch die Lebensqualität enorm ein. Immer zu schauen ob niemand was sieht. Ein blödes Gefühl! Es ist eine schwere Phase für transsexuelle Menschen die noch in der Wandlung sind. Feder sperren sich deshalb quasi zu Hause ein. Dieser Zustand kann zu einer Depressionsphase führen. Oft sind die Betroffenen von vornherein in einer schwierigen psychischen Situation. Die Vorgeschichte bis zum Outing hat ihre Spuren hinterlassen! Und dann kommt es in der Transformation zu neuen Problemen. Das Umfeld starrt einen an, macht sich eventuell lustig, oder schlimmstenfalls wird man sogar beschimpft.

Die Sonne genießen
Die Sonne genießen

Heute ist das alles kein Problem mehr für mich. Nach meiner geschlechtsangleichende Operation ist vieles einfacher geworden. Ich kann mich in der Öffentlichkeit wieder ganz normal bewegen und zeigen. Dennoch hat das Erlebte seine Spuren hinterlassen. Die erlebte psychische Penetration hat Wunden gerissen wie ein Leben lang mein Begleiter sind. Man kann nur hoffen dass in Zukunft Trans Menschen mehr Akzeptanz finden in der Gesellschaft und im Zusammenleben. Transsexualität ist keine Krankheit! Aber die vielen Jahre es zu unterdrücken und die gesellschaftliche Ächtung machen viele Betroffene krank. Dabei ist es doch die Vielfalt die unser Leben so interessant gestaltet!

Bewertung: 5 von 5.

Tagesblick

Depressionen führen zu Müdigkeit – Tagesblick Depression


Tagesblick
Tagesblick

Am Tage müde und in der Nacht wach. So geht es vielen Menschen die mit einer Depression zu kämpfen haben. Schnell ist man ausgepowert! Kaum hat man etwas angefangen schon ist die Batterie leer. Das kennen viele die an Depressionen leiden. Nun muss es nicht sein, dass jeder Transsexuelle Mensch unter Depressionen leidet. Aber es geht vielen transsexuell so. Die Gründe sind oftmals annähernd gleich bei den Betroffenen. Sich auf Dinge zu konzentrieren oder gar zu bewältigen scheinen schier unmöglich. Immer wieder braucht man Pausen um sich zu erholen. Schnell ist man müde und braucht ein wenig Schlaf um die Batterien wieder aufzuladen. Man sollte meinen, dass man dann in der Nacht gut schlafen kann. Aber dem ist nicht so! Meist hat man Probleme mit dem Einschlafen. Seine Ruhe zu finden oder die Ängste zu bewältigen die einen am Einschlafen hindern. Ist man endlich eingeschlafen so beginnen die Träume. Diese sind so stark dass man immer wieder davon wach wird. Oft ist es so dass man dann gar nicht mehr einschlafen kann. Man wird zum Nachtmensch!

Heute ist so ein Tag wo ich völlig müde bin. Es fällt mir schwer mich zu irgendetwas anzutreiben. Andere denken jetzt vielleicht, dass ich nur etwas machen müsste um mich zu beschäftigen. Aber das geht nicht! Man ist wie in einer Starre! Ich bin froh schreiben zu können. Obwohl wenn ich die ganzen Texte tippen müsste wäre dies wohl gar nicht möglich. Ich könnte mich gar nicht so lange konzentrieren. Deshalb habe ich die Spracheingabe aktiviert! Es fällt mir dann leichter meine Gedanken niederzuschreiben. Klar kommt es dann auch zu Fehlern, aber diese sind deutlich geringer als wenn ich Texte selber tippe. Manchmal komme ich mir vor wie ein Analphabet. Das war früher nicht so! Schließlich war ich bin Vertriebsleiter Funktion und musste viel schreiben. Das würde heute im Chaos enden. Denn wenn ich Druck habe und der Tag ist hektisch geht leider gar nichts mehr! Dann fällt es schwer sich auf die einfachsten Dinge zu konzentrieren. Aber man kann lernen mit Depressionen zu leben. Man muss nur sein Leben dementsprechend neu gestalten. Es geht aber alles ist anders!

Bewertung: 5 von 5.

Hallo Welt

Stimmtraining beim Logopäden – Tagesblick Transsexualität


Hallo Welt
Hallo Welt

Mit der Stimme ist das auch so eine Sache. Viele Transsexuelle Menschen leiden an einer zu tiefen Stimmfarbe. Denn die Stimme ist auch immer ein Indiz für die Umwelt ob es sich um eine Frau oder einen Mann handelt. Eine hohe Stimme wird sofort weiblich eingestuft. Während eine tiefe Stimme sofort dem männlichen Geschlecht zugeordnet wird. Das muss aber auch nicht immer der Fall sein. Wenn man sich unsicher ist wird in der Regel genauer hingeschaut. Das kann sehr unangenehm empfunden werden von Transsexuellen. Denn das wollen sie gerade nicht. Sie wollen nicht angestarrt werden! Aber wenn man daran was ändern möchte hat man in der Regel zwei Möglichkeiten. Die eine Möglichkeit ist ein operativer Eingriff am Kehlkopf. Vorher sollte man aber lieber dem Weg zum Logopäden machen. Denn durch Stimmtraining lässt sich einiges machen! Oftmals wird Selbstversuchen versucht die Stimmfarbe zu ändern. In vielen Fällen klingt das dann gekünstelt. Ein Logopäde kann helfen die Stimme wichtig einzusetzen und ein höheres Klangbild zu erreichen. Es ist aber nicht nur ein höheres Klangbild was die weibliche Stimme von der männlichen unterscheidet. Es ist auch die Wortwahl und die Betonung. Wenn dies nicht richtig eingesetzt wird kann es für Außenstehende komisch wirken, wie die Transfrau in ihrem Erscheinungsbild sich artikuliert, da dies nicht zueinander konform ist.

Man muss nicht unbedingt zu Logopäden gehen die mit der Stimmfarbe von Transsexuellen Menschen spezialisiert sind. Das kann eventuell ein Vorteil sein aber muss es nicht. Ich habe mich damals dafür entschieden eine Logopädin zu finden die auf Stimmklang spezialisiert war. Einen Logopäden oder Logopäden zu finden im nahen Umfeld die schon viel Erfahrung mit transsexuellen Menschen hat war damals nicht auffindbar. Ich hätte da zu rund 85 km fahren müssen. Also habe ich mich auf der Suche in meinen Umfeld gemacht. Relativ schnell bin ich fündig geworden und habe eine sehr gute Erfahrung gemacht. Für die spezialisierte Logopäden auf Stimmfarbe war es ein leichtes sich in diesem Thema Transsexualität und Stimme zurechtzufinden. Heute weiß ich, dass diese Logopädin die gleichen Übungen mit mir gemacht hat wie die erfahrene Logopädin, wo ich hätte 85 km Anfahrweg gehabt. Schließlich muss man auch nicht dahin Rennen wo alle hin laufen.

aber man kann natürlich auch im Vorfeld schon auf seine Stimme achten und auch biologische Frauen beobachten wie deren Gestik, Bewegung und Artikulation ist, wenn man möglich unauffällig sein möchte. Es gibt aber auch transsexuelle Menschen den das alles völlig egal ist. Sie möchten einfach so akzeptiert werden. Das ist auch in Ordnung, aber gegen die Strömung zu schwimmen ist bekanntlich immer anstrengender als mit der Strömung zu schwimmen. Letztendlich muss das jeder für sich entscheiden. Für mich war klar, dass ich genauso unauffällig oder genauso auffällig wie jede andere biologische Frau ist zu sein. Das war für mich persönlich wichtig! Wie alles im Leben, gehört zu jedem Lohn der Schweiß. Auch Frau ist erst einmal harte Arbeit an sich selbst. Denn schließlich ist man als Transfrau ganz anders erzogen worden. Die wenigsten Transfrauen wollen im Ergebnis Frauen sein mit attitüden eines Mannes.

Bewertung: 5 von 5.

It is my day

Die Begleiterscheinungen machen krank – Tagesblick Transsexualität


It is my day
It is my day

Wegen einer Transsexualität ist man nicht krank! Aber die eventuell damit verbundenen Begleiterscheinungen können sowohl krank machen. Transsexuelle Menschen haben oft mit Depressionen zu tun. Warum ist das so? Die Antwort liegt auf der Hand. Oftmals haben transsexuelle Menschen ihre Identität jahrelang oder vielleicht auch jahrzehntelang unterdrückt. Dieses führt zwangsläufig zu seelischen und körperlichen Problemen. Oftmals sind diese Menschen zum Zeitpunkt ihres Outings, völlig erschöpft und am Ende ihrer Kräfte angekommen. Wer dann glaubt jetzt ist alles gut der ist auf dem Holzweg. Denn leider allzu oft bricht dann das Chaos erst recht los. Ehen brechen auseinander, Freunde trennen sich, leider allzu oft verlieren Betroffene ihre Arbeit. Eventuell geht ein ganzes Lebenswerk verloren. Und wer jetzt glaubt das ist ja die eigene Entscheidung jedes einzelnen ist, der irrt! Denn oft bleibt da kein anderer Weg. Denn zum Zeitpunkt des outings sind viele gesundheitlich angeschlagen und es gibt nur noch den einen Ausweg, sich endlich dem eigentlichen Problem zustellen.

Wenn man sich dann nun endlich mitgeteilt hat, geht die Odyssee der Probleme weiter. Denn wenn man nun alles verloren hat nehmen oftmals die Depressionen so richtig seinen Lauf. Nicht selten kommt es vor, dass transsexuelle Menschen zum Gespött in ihrer Umgebung werden. Nicht selten kommt es zu Problemen in der Arbeitswelt. Viele Transsexuelle Menschen verrennen sich daher in eine aussichtslose Lage und Glauben dies nicht mehr lösen zu können. Daher ist die Suizidrate bei Transsexuellen recht hoch. Nach dem Outing kommt man sich erst einmal vor wie gedopt. Viele sind erst einmal völlig überdreht und glücklich endlich ihr Schweigen gebrochen zu haben. Endlich im richtigen Geschlecht zu leben, welches man schon immer gefühlt hat. Doch diese Euphorie geht nach einer gewissen Zeit verloren. Schnell wird man vom Alltag eingeholt. Man stellt fest dass man angestarrt wird! schnell stellt man sich die Frage, warum die Mitmenschen so befremdlich reagieren, obwohl man doch immer noch dieselbe Person glaubt zu sein. Natürlich hat das Umfeld nicht die Euphorie die man selbst nach dem Outing hat. Deshalb können auch viele gar nicht verstehen was auf einmal los ist. Sie können einfach nicht Schritt halten mit der transsexuellen Person, die nun endlich ihren Weg geht. Doch letztendlich wird man immer wieder von seinen Problemen eingeholt. Viele lassen sich auch gar nicht lösen und mit manchen Problemen muss man lernen zu leben. Für Transfrauen ist es oftmals schwierig von Männern als wirkliche Frau wahrgenommen zu werden. Wahrscheinlich liegt es auch daran, dass oftmals Transsexualität mit homosexualität vermischt wird. Das ist natürlich völliger Blödsinn und das eine hat nichts mit dem anderen zu tun. Homosexualität ist eine sexuelle Orientierung. Während Transsexualität eine Identitätsstörung ist und nichts mit einer sexuellen Orientierung zu tun hat. Viele Transsexuelle Menschen werden aufgrund ihrer Ereignisse ein Leben lang mit depressiven Störungen leben müssen. Man kann mit einer depressiven Störung leben aber es ist nicht einfach. Eine Depression kann die Gesellschaft nicht sehen. Und das ist schon wieder verwirrend für diese. Das kann zwangsläufig wieder für Betroffene zu Problemen führen. Leider nimmt die Gesellschaft oftmals depressive Menschen nicht all zu ernst und nicht selten werden diese als Simulanten dargestellt. Und schon dreht sich die Spirale wieder!

Bewertung: 5 von 5.

Das Leben als Frau – Tagesblick


Ich habe meine geschlechtsangleichende Operation in Frankfurt gemacht und zwar in dem Markus Krankenhaus. Damals operierte noch Prof. Sohn. Es gibt nicht all zu viele Operateure die eine geschlechtsangleichende Operation machen können. Ich weiß im Moment auch nicht ob überhaupt noch im Markus Krankenhaus solche Operationen gemacht werden. Muss mal in dieser Richtung recherchieren. Aber ich kann sagen, dass bei mir alles gut verlaufen war und ich auch ganz normales sexuelles erleben als Frau habe. Es ist schon toll wie die Medizin heute in der Lage ist, geschlechtseingreifende Korrekturen zu machen. Ich lebe heute in einer ganz normalen heterosexuellen Beziehung. Ich kann nur allen Transfrauen Mut machen ihren Weg zu gehen. Ich hatte mich damals für Frankfurt entschieden, da auch der Weg nicht so weit dorthin war. Dann wenn es doch zu Komplikationen kommt ist es ganz gut, wenn die Klinik in der Nähe ist. Das sollte man bei der Wahl unbedingt mit berücksichtigen. Auch sollte man bei der Wahl des Operateurs auf sein Bauchgefühl sich etwas verlassen. Einen Garantieschein dass alles gut verläuft wird letztendlich keiner ausstellen.

Die geschlechtsangleichende Operation bei Transsexualität – Der letzte Schritt zum Leben als Frau ist die geschlechtsangleichende Operation


Für mich war klar dass die geschlechtsangleichende Operation zu meinem Leben als Frau dazu gehört. Das ist natürlich kein Muss und es gibt auch viele Frauen die sich aus persönlichen Gründen nicht zu diesem Schritt entscheiden. Diese Operation ist letztendlich auch ein schwerer Eingriff der über Monate schmerzhaft sein kann. Ich habe damals diesen Eingriff in der Frankfurter Markus-Klinik bei Professor Doktor Sohn machen lassen. Es gibt nur wenige Chirurgen die diesen Eingriff machen können. Es gibt verschiedene Operationsmethoden, die allerdings so ziemlich zum gleichen Ergebnis führen. Nach meinen vielen Voruntersuchungen wurde die Operation von meiner Krankenkasse genehmigt. Ich bin echt dankbar, dass wir in Deutschland ein Gesundheitssystem haben welches Menschen hilft. Dieser Eingriff dauert ca 5 bis sechs Stunden. Also bis man wieder auf seinem Zimmer ist, kann es inklusive der Aufwachphase sieben Stunden dauern. In der Regel muss man mit sechs Tagen absolute Bettruhe nach der geschlechtsangleichenden Operation rechnen. Sechs Tage sich nicht wirklich bewegen zu können kann eine Ewigkeit sein. Bei mir war damals alles gut verlaufen und ich konnte nach 11 Tagen das Krankenhaus verlassen. In der Regel muss man wohl mit 14 Tagen Krankenhausaufenthalt rechnen.

Am Ende ist alles Gut so wie es ist!

Aber dann ist natürlich der Eingriff noch lange nicht verheilt. Der Heilungsprozess dauert ca 3 Monate. In der Regel kommt es nach ca 6 Monaten zu einer weiteren Operation im Vaginalbereich. Teil 2 der geschlechtsangleichenden Operation! Dabei werden eventuell Korrekturen im Vaginalbereich vorgenommen. Dieser Eingriff ist nicht mehr so groß und dahervdaher auch nicht vergleichbar zum ersten Eingriff. Wenn alles gut verlaufen ist und der Operateur gut gearbeitet hat, ist der Vaginalbereich einer transgeschlechtlich and Frau nicht mehr zu unterscheiden von einer biologischen Frau. Und ja, wenn die Nerven gut zusammenwachsen und erhalten sind, ist man durchaus orgasmusfähig. Das sollte auch so sein, aber man wird vor der Operation auch auf die Risiken der Operation hingewiesen. Wenn aber alles gut verläuft, kann man auch ganz normalen Geschlechtsverkehr haben.

Für mich gehörte die geschlechtsangleichende Operation abschließend dazu, damit ich mich auch wieder frei bewegen konnte. Schließlich möchte man auch ohne Charme ins Freibad gehen oder eine Sauna betreten. Einfach ganz normale Dinge tun wie jeder andere Frau auch. Und nein, diesen Eingriff habe ich bis zum heutigen Tage nie bereut. Am Ende ist alles gut so wie es ist!

Transsexualität – hormonelle Indikationen – Folgen der hormonellen Behandlung


Hat man sich Hilfe bei einem Arzt seines Vertrauens gesucht und die Indikation zur hormonellen Behandlung bekommen, so kann es losgehen. Ein Psychiater oder Psychologe welche sich mit diesem Thema Transsexualität auskennt und geschult ist wird vorab prüfen, ob nicht eine psychische Störung vorliegt. Ein erfahrener Psychiater oder Psychologe weiß dies bereits nach drei bis fünf Sitzungen. Danach wird eine Indikation geschrieben mit der man dann in der Regel zu einem endokrinologischen Arzt geht. Dort wird man auch körperlich untersucht und bekommt schließlich die hormonelle Therapie. Diese wird in der Regel alle drei Monate über ein Blutbild überwacht. Es gibt verschiedene Medikamente die man bei einer Hormontherapie einsetzen kann. Es sind ganz normale Präparate die Frauen oftmals in der Menopause verschrieben bekommen. Meist wird gerne ein Hormongel eingesetzt, da die Hormone dabei über die Haut übertragen werden und nicht so ein hohes Risiko einer Leberschädigung ist.

Hormonelle Veränderungen

Die ersten hormonellen Veränderungen kommen recht schnell und manche brauchen Jahre. Wie genau die Hormone bei jedem einzelnen reagieren ist gewiss unterschiedlich. Es sind ja nicht nur die körperlichen Veränderungen die auf einem zukommen, sondern auch die psychischen Veränderungen. Man glaubt gar nicht wie sehr die Hormone die Psyche beeinflussen. Schnell stellt man fest, dass man bei manchen Filmen weinen muss. In so manchen Situationen reagiert man anders als gewohnt. Das kann zu Spannungen im Umfeld führen. Selbst versteht man es gar nicht warum man so reagiert und das Umfeld versteht auch nicht warum man auf einmal anders reagiert, als wie man es doch vor der hormonellen Behandlung gewohnt war. Man kennt es noch aus seiner Jugend! Die Pubertät! Nichts anderes passiert in der hormonellen Behandlung. Man fühlt sich nicht verstanden und die Welt versteht ein auch nicht mehr. Eine erwachsene Person und pubertieren? Das kann doch nicht sein! Viele Seilschaften gehen dabei auseinander. Für manchen Kumpel ist es am Anfang kein Problem mit der Transsexualität seines Freundes umzugehen. Es dauert ja auch eine Weile bis der Kumpel feststellt, dass aus seinem Freund eine Freundin wird. Im Zuge der Veränderungen kommt es dabei oft vor, dass sich Freundschaften auflösen oder gar Familien zerbrechen. Das muss aber nicht sein, aber man sollte darauf vorbereitet sein, dass sich einiges ändern kann im Umfeld.

Körperlichen Veränderungen

  • Veränderung der Haut. Sie wird weicher.
  • Nach einigen Wochen beginnt das Brust Wachstum
  • die Gesichtszüge verändern sich. Auch die Fettverlagerung im Gesicht ist anders bei der Frau als wie bei Mann. Dieser Vorgang kann auch mehrere Jahre dauern
  • Einige Monate später geht die Muskulatur zurück. Dieser Vorgang kann auch Jahre dauern
  • Die Fettverlagerung am Körper verändert dich. Auch dieser Vorgang geht über mehrere Jahre
  • Die Körperbehaarung geht oftmals zurück
  • Bartwachstum kann in der Regel nur durch einen Eingriff entfernt werden

Alles braucht seine Zeit! Ein biologisches Mädchen braucht auch Jahre bis sie zur Frau wird. Nichts anderes passiert hierbei! Und es kann auch niemand im Vorfeld sagen, wie sehr die Veränderungen durch die hormonelle Therapie einsetzen. Da spielen Veranlagung und so weiter auch eine Rolle. Wichtig bei der ganzen Hormontherapie ist, dass diese medizinisch begleitet wird. Schließlich will keiner gesundheitliche Schäden davontragen!

Bewertung: 5 von 5.

Ist Transexualität ansteckend – Wie wird man transsexuell – Was bedeutet transsexuell


Ich bin gefragt worden, ob ich nicht noch einmal mehr über das Thema transexualität schreiben kann. Das möchte ich gerne tun und werde mich diesem Thema hauptsächlich nun vorerst widmen.

Ganz schön viele Fragen um den Begriff transsexuell! Tja, wer damit noch nichts zu tun hatte, wird wohl an Travestie denken und wahrscheinlich geht einem direkt Olivia Jones durch den Kopf. Aber das eine hat mit dem anderen rein gar nichts zu tun. Auch hat Transsexualität gar nichts mit Sexualität zu tun. Leider ist dieser Begriff für Außenstehende etwas verwirrend. Es handelt sich hierbei aber eben nicht um eine sexuelle Orientierung, sondern vielmehr um die wahrgenommene Persönlichkeit. Man könnte auch sagen Persönlichkeitsstörung. Dies wird leider medizinisch noch so diagnostiziert. Denn auch dieser Begriff ist sehr verwirrend und hierbei könnten wiederum Außenstehende meinen, es läge dabei eine geistige Störung vor. Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, das mein Persönlichkeitsempfinden zu meinem heutigen Geschlecht schon in meiner Kindheit da war und ausgeprägt wahrgenommen wurde im pubertären Alter.

Transsexualität ist ganz bestimmt nicht eine Spinnerei und auch nicht ansteckend! Man kann es auch nicht einfach werden, sondern man wird damit geboren. Irgendein Defekt liegt vor, indem das Innere Empfinden kontrovers zum äußeren Erscheinungsbild ist. Da ist sich die medizinische Forschung noch nicht einig wie es zu diesem Defekt überhaupt kommt. Ist es überhaupt ein Defekt? Oder ist es vielleicht ganz normal in der Natur und der Evolution des Menschen. Vieles lässt sich noch nicht erklären und für manche ist dies befremdlich. Außenstehende sind oft verunsichert und wissen nicht wie sie sich verhalten sollen. Daher kommt es in Extremfällen zum Gespött und sonstigen Anfeindungen. Aber das ist wieder ein anderes Thema, worüber man einen eigenen Beitrag schreiben kann.

Eine Zeitlang hatte man tatsächlich geglaubt, dass man transsexuelle Menschen therapieren müsste und auch heilen könnte. Heute weiß man dass dies völliger Quatsch war und ist. Transsexualität ist nicht therapierbar und braucht auch nicht geheilt zu werden, da nichts zum Heilen daran ist. Krank macht lediglich der seelischer Druck, die innere Zerrissenheit und der Ausschluss aus dem gesellschaftlichen Leben. Oft kommt es dadurch zu Problemen, sein Erlebtes zu empfinden. Durch den enormen psychischen Druck sein empfundenes Geschlecht zu unterdrücken, kommt es in der Regel oft zu gesundheitlichen Problemen bis hin zu schweren Depressionen und Suizid. Vom Tage des Outings bis zum Ziel als Frau leben zu können, ist es ein extrem steiniger und hölzerner Weg. Auch heute noch ist Transexualität nicht wirklich in der Gesellschaft als Normalität wahrgenommen. Nach meinen Erfahrungen habe ich feststellen müssen, dass ganz junge Menschen mit dem Umgang einer Transsexuellen Frau oder einem Transsexuellen Mann oftmals sehr verunsichert sind. Gerade junge Männer haben eine spürbare Angst im Umgang mit Transsexuellen. Verwundert war ich, dass ausgerechnet ältere Menschen die wenigsten Probleme damit hatten. Es liegt wohl an der Lebenserfahrung, und dem Wissen dass nichts unmöglich ist, das ältere Menschen den Jüngeren darin voraus sind und somit eine größere Toleranz zu transsexuellen Menschen haben. Man könnte glatt glauben dass eben die jüngeren Menschen, die heutzutage viel aufgeklärter sind als früher, in dieser Richtung toleranter wären. Aber da macht wohl die Unsicherheit ein Strich durch die Rechnung!

Am Ende ist alles gut

Es braucht auch niemand Angst davor zu haben, wenn seine Kinder mit einem transsexuellen Kind spielen, dabei auch transsexuell würden. Transsexualität ist kein Spleen den man soeben bekommt. Dieses Empfinden hat man ein Leben lang. Und da kann ich auch aus eigener Erfahrung sprechen! Man kann versuchen dieses Empfinden zu unterdrücken. Aber am Ende des Tunnels bleibt oftmals nur ein Scherbenhaufen. Denn man kann Transexualität nicht unterdrücken. Wie mehr man versucht dieses Empfinden zu unterdrücken, umso größer wird am Ende die psychische Belastung sein. Ich habe es versucht Jahrzehte zu unterdrücken, und der seelische Druck stieg von Jahrzehnt zu Jahrzehnt und somit auch Krankheitserscheinungen die aus dieser enormen psychischen Belastung entstanden sind. Es ist nicht die Transsexualität die krank macht, sondern vielmehr dass, das man nicht sein Leben so leben kann wie das selbst erlebte empfinden ist. Unser Leben ist stark visuell geprägt. Und da ist es für viele schwer nachvollziehbar wie jemand glaubt eine Frau zu sein und aussieht wie ein Mann. Das kann doch nicht sein! So ein gutaussehender Mann und glaubt dann er wäre eine Frau! Das wird oft gesagt, eben weil das Leben visuell geprägt ist. Zudem wird in zwei Kategorien gedacht. In männlich und in weiblich! Aber mittlerweile ist es bewiesen, dass es da noch mehr gibt. Vor allem in der Forschung über Intersexualität ist man zu verblüffenden Ergebnissen gekommen. Mittlerweile weiß man, dass es mehr als nur männlich und weiblich gibt. Ich bezeichne mich heute als Frau mit transgeschlechtlichen Hintergrund. Ich bin auch komplett dem weiblichen Geschlecht zugeordnet und habe auch eine geschlechtsangleichende Operation gehabt. Alle notwendigen Korrekturen sind gemacht worden die dazu gehören. Inklusive Veränderung meiner Geburtsurkunde!

Das Leben einer transgeschlechtlichen Frau und ihr Alltag


Bei Happy 😎☕. Auch wenn es zurzeit einem schwer fällt, sollte man auch in dieser Zeit den Humor nicht verlieren. Mein größter Freund ist im Moment meine Kaffeemaschine. Kaffee trinke ich sowieso sehr gerne, aber dadurch dass man zurzeit mehr oder weniger in der Wohnung festsitzt, ist der Kaffeekonsum drastisch gestiegen. Ich hoffe nur dass die Deppen weiterhin ihr Klopapier kaufen und nicht noch auf die Idee kommen Kaffee zu bunkern. Aber ich glaube dass der Verstand bei den Klopapier extrem Einkäufer dazu nicht ausreicht….

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